KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG mit Forderungseinzug für Abofallenbetreiber

Die KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG, Walke 43, 9100 Herisau / Schweiz betreibt derzeit den Forderungseinzug für angebliche Branchenbuchverträge der Digi Medien GmbH aus Delaware. Die Beauftragung von Unternehmen hinsichtlich des Forderungsmanagements ist in der Branche der Abofallenbetreiber nicht neu, die hier gewählte Konstruktion des unmittelbar eingeschalteten Inkassounternehmen ist jedoch zumindest ungewöhnlich.

Um wen handelt es sich bei der KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG?

Im Zusammenhang mit Branchenbuchbetreibern ist uns die KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG bislang noch nicht bekannt geworden. Wohl aber deren  Verwaltungsrat Patrick Reichardt, der schon zahlreiche weitere Abofallen betrieben hat, darunter die Firmensuche 24 Ltd., die Branchensuche24 GmbH und die Print Media Vertriebs GmbH. Das zeigt also, dass sich die Masche offenbar lohnt und deshalb von immer den gleichen hinter Leuten immer neue Abofallen aufgesetzt werden. Steigt man etwas tiefer in das Handelsregister in der Schweiz ein, findet man heraus, dass die KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG bereits seit dem Jahre 1978 besteht, aber erst seit November 2019 in der jetzigen Form mit dem aktuellen Geschäftszweck und dem entsprechenden Verwaltungsrat. Als Geschäftszweck werden nämlich angegeben die Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen des Forderungsmanagements, Forderungskaufs, Debitorenmanagements sowie des Factorings.

Inkasso für die Digi Medien GmbH

Die KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG versendet schreiben, in welchen sie anzeigt, die Digi Medien GmbH zu vertreten. Über dieses Unternehmen haben wir unter dem nachfolgenden Link bereits ausführlich berichtet:

https://www.abofalle-anwalt.de/digi-medien-gmbh-delaware-branchenbuch/

Es stellt sich natürlich die Frage, warum die KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG unmittelbar die Forderungen der Digi Medien GmbH eintreibt und dieses nicht von diesem Unternehmen selbst vornehmen lässt. Das fällt jedoch zur Verschleierungstaktik der KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG und der Digi Medien GmbH. Man möchte einer Rechtsverfolgung so weit wie möglich erschweren, was mit diesem Konstrukt, bei dem der Gläubiger in den USA und der Geldeintreiber in der Schweiz registriert ist, gelingen soll. Die KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG versendet jedenfalls das unterschriebene Trickformular mit, aus dem sich ergibt, dass pro Jahr ein Betrag von 899 € zu zahlen ist, wobei der Vertrag für zwei Jahre abgeschlossen wird. Die KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG bittet sodann, die Eintragungsgebühr innerhalb der nächsten zehn Tage auf das nachfolgend genannte Bankkonto zu zahlen.

Vergiftete Angebote

Setzt man sich gegen die Forderungsschreiben zur Wehr, erhält man folgende „rechtliche Ausführungen“ mit einem vergifteten Angebot:

„Ihren Ausführungen können wir leider nicht folgen, da in dem Auftragsformular unserer Mandantin eindeutig der Leistungsumfang mitsamt Kosten beschrieben wird. Der Auftrag wurde bereits mit der Veröffentlichung durchgeführt, eine Stornierung ist nicht mehr möglich.

Sie unterliegen zudem auch der kaufmännischen Sorgfaltspflicht, welche die sorgfältige Behandlung der ein- und ausgehenden Post zwingend vorschreibt und Sie haftbar macht, sollten Sie fahrlässig dagegen verstoßen.

Nach Rücksprache mit unserer Mandantin wäre diese aber aus Kulanz bereit, den Vertrag auf 12 Monate zu reduzieren. Bitte teilen Sie uns innerhalb 7 Tagen mit, ob Sie dieser Lösung zustimmen. Sie bekommen dann schriftlich bestätigt, dass der Vertrag nach 12 Monaten automatisch endet.

Bei Nichtannahme und nach Ablauf der Frist, wäre das Kulanzangebot hinfällig und das Vertragsverhältnis über 24 Monate mit den daraus resultierenden Forderungen würde weiterhin bestehen und ein Mahnbescheid zur Vollstreckung beantragt.“

Die rechtlichen Ausführungen sind nicht haltbar. Zudem soll durch Fristsetzung ein Druck erzeugt werden, unter dem die Forderung dann doch bezahlt werden soll. Auch die Formulierung, dass ein Mahnbescheid zur Vollstreckung beantragt wird, ist höchst irreführend. Wenn man rechtzeitig die richtigen Erklärungen abgibt, gibt es keinen Mahnbescheid und erst recht keine Vollstreckung.

Abwehr der Forderungen der KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG

 Verträge, die auf die oben beschriebene Weise zustande gekommen sind, sind angreifbar. Gerade die hier verwendeten Trickformulare bieten zahlreiche Anhaltspunkte zur Forderungsabwehr. Wichtig ist in jedem Fall, schnell und entschieden zu reagieren, damit eine Forderungsabwehr möglichst vorgerichtlich bereits gelingen kann. Ist erst mal ein gerichtliches Verfahren angestrengt, gestaltet sich die Forderungsabwehr erfahrungsgemäß schwieriger. Jedenfalls sollten Erklärungen wie Anfechtung etc. möglichst frühzeitig abgegeben werden, um keine Rechtsnachteile zu erleiden. Unsere Kanzlei hat in den letzten Jahren unzählige Mandanten erfolgreich gegen Abofallenbetreiber wie die Digi Medien GmbH und ihre Helfer wie die KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG vertreten und konnte diese vor sehr hohen Zahlungen bewahren. Falls Sie also ebenfalls eine Forderung der KVG Kreditoren Verwaltungs-Gesellschaft AG erhalten haben, die sich auf die Trickformulare der Digi Medien GmbH bezieht, sind wir Ihnen gerne bei der Forderungsabwehr behilflich. Wir vertreten Sie schnell, kompetent und bundesweit. Weitere Informationen halten wir auch auf der nachfolgenden Seite für Sie bereit, diese werden ständig aktualisiert:

http://www.ll-ip.com/aktuelles/digi-medien-gmbh-bracheneintrag-online

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