Conrad Media Ltd. – So wehren Sie sich gegen Rechnungen

Zurzeit verschickt die Conrad Media Ltd. massenhaft Zahlungsaufforderungen an Selbständige, Freiberufler und Unternehmen in ganz Deutschland. Grundlage dieser Forderungen soll angeblich ein Vertrag mit der MD MediaDesign doo oder der Graphic Media Design LLC sein. Dieses Vorgehen ist kein Einzelfall – in der Szene der sogenannten Abofallen-Betreiber ist diese Masche seit Jahren weit verbreitet und wird zunehmend von Nachahmern genutzt.

Wer steckt hinter der Conrad Media Ltd.?

Die Firma Conrad Media Ltd. mit Sitz in London (7 Clitheroe Road, SW9 9DY) wird offiziell von Director Dean Anton Louw vertreten. Auf ihrer Website stellt sie sich als erfolgreiche und stark wachsende Printagentur dar, die Dienstleistungen von der Logoentwicklung bis hin zu Druck und Auslieferung anbietet. In der Praxis ist dieses Image jedoch wohl eher Fassade – uns ist das Unternehmen jenseits der hier beschriebenen Methoden bislang nicht aufgefallen.

Unklare Partnerunternehmen

  • Graphic Media Design LLC: Ob dieses Unternehmen tatsächlich existiert, ist fraglich. Bekannt ist lediglich, dass Conrad Media Ltd. Rechnungen verschickt, die auf diese Gesellschaft Bezug nehmen.
  • MD MediaDesign doo: Diese Firma mit angeblichem Sitz in Belgrad präsentiert sich als internationaler Spezialist für Printmedien und Markenkommunikation. Das Leistungsversprechen reicht von Art Direction über UX-Design bis hin zu SEO-Kampagnen – eine Selbstdarstellung, die wenig Substanz erkennen lässt.

Wie die Masche funktioniert

Der Einstieg erfolgt häufig über einen unerlaubten Werbeanruf („Cold Call“). Dabei wird den Angerufenen suggeriert, dass bereits ein bestehender Vertrag vorliegt. Mit geschickter Gesprächsführung werden Betroffene dazu gebracht, ein zugesandtes Formular zu unterzeichnen. Dieses enthält zwar eine bekannte Anzeige, bezieht sich aber im Kleingedruckten auf einen völlig neuen Vertrag:

  • Laufzeit: mindestens ein Jahr
  • Kosten: drei gebührenpflichtige Veröffentlichungen pro Jahr
  • Zahlung: sofort bei Rechnungserhalt
  • automatische Verlängerung, wenn nicht fristgerecht gekündigt wird

Nach der Unterschrift stellt die Conrad Media Ltd. Rechnungen, deren Höhe sich meist um 1.400 € pro Veröffentlichung bewegt. Über die Vertragslaufzeit summiert sich das auf rund 4.200 € – für eine zweifelhafte Gegenleistung.

Drohungen mit Inkasso

Zahlen Betroffene nicht, folgt häufig die Einschaltung eines Inkassounternehmens. Zwar kann dieses Druck aufbauen, aber rechtlich hat es deutlich weniger Möglichkeiten, als oft angenommen wird. Wichtig ist es daher, besonnen zu reagieren und rechtzeitig die passenden Erklärungen abzugeben, um negative Folgen bei SCHUFA & Co. zu vermeiden.

Was Sie tun sollten

Wenn Sie ein solches Formular unterschrieben und nun eine Rechnung der Conrad Media Ltd. erhalten haben, überweisen Sie nicht vorschnell. Lassen Sie sich stattdessen rechtlich beraten.

Unsere Kanzlei ist auf Marken-, Wettbewerbs- und IT-Recht spezialisiert und hat bereits zahlreiche Mandanten erfolgreich gegen solche Forderungen verteidigt.

Nutzen Sie gerne unser Kontaktformular, um Ihre Rechnung unverbindlich hochzuladen und Ihren Fall zu schildern – wir setzen uns dann umgehend mit Ihnen in Verbindung:

Conrad Media Ltd. Rechnung abwehren – so geht’s!


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